Historischer Erfolg für Verbraucher in Deutschland

VW Vergleich im Abgasskandal

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Gute Nachrichten für hunderttausende VW-Kunden

Wir haben Rechtsgeschichte geschrieben:

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und Volkswagen haben sich heute gütlich auf Schadenersatzzahlung in Höhe von bis zu 830 Millionen Euro geeinigt.
Die in Frage kommenden Teilnehmer der Musterfeststellungsklage sollen ab Ende März je nach Fahrzeug und dessen Alter zwischen 1.350 und 6.257 Euro bekommen.
Darüber hinaus hat sich VW verpflichtet, allen registrierten Teilnehmern der Musterklage eine anwaltliche Erstberatung bis zu einmalig 190 Euro zu bezahlen.
Eine transparente Abwicklung der Schadensersatzzahlungen ist durch ein Monitoring-Gremium sowie die Kontrolle eines renommierten Wirtschaftsprüfers gewährleistet.

Professor Dr. Marco Rogert und Tobias Ulbrich haben als führende Anwälte im Abgasskandal die Musterfeststellungsklage des vzbv gegen die Volkswagen AG geführt, den notwendigen Rahmenvertrag ausverhandelt und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Hier erhalten Sie alle Informationen zum spektakulären Vergleich mit VW:

„Wir haben für die Verbraucher das Optimale herausgeholt"

Ein optimales Ergebnis für die betroffenen VW-Kunden: "Mit der Musterfeststellungsklage haben wir in Deutschland juristisches Neuland betreten und Rechtsgeschichte geschrieben: Erstmals konnten sich hundertausende Geschädigte gemeinsam gegen einen Großkonzern wehren. Somit hat sich das Klage-Instrument bewährt, auch wenn noch viele gesetzliche Nachjustierungen nötig sind,“ erläutert Prof. Dr. Marco Rogert.

Tobias Ulbrich ergänzt: „Der Vergleich ist ein sehr gutes Ergebnis für eine maximale Zahl der geschädigten Kunden. Neben der Möglichkeit, sich direkt entschädigen zu lassen, hat sich der Volkswagen-Konzern verpflichtet, die Kosten für eine anwaltliche Erstberatung zu übernehmen. So können sich alle in der Musterfeststellungsklage Registrierten informieren, ob sich der Vergleich in ihrem konkreten Einzelfall lohnt.“

Wie funktioniert das Entschädigungsmodell?

Für die Höhe der Entschädigung sind aus Vereinfachungsgründen und zwecks automatisierter Abwicklung zwei Faktoren allein maßgeblich, die aus der FIN (Fahrzeugidentifikationsnummer) herausgelesen werden können: Fahrzeugtyp und Modelljahr (siehe Fahrzeugschein Feld E).

Die sogenannte Entschädigungsmatrix weist bei der Verteilung der Erstattungsbeträge eine „soziale Komponente“ auf. Kleinwagen werden gegenüber Mittel- und Oberklassefahrzeugen höher kompensiert.

Wichtig: Es wird weder nach Kaufpreis noch nach Kauf- oder Baujahr oder Kilometerstand unterschieden.

Das bedeutet, dass 

-    Gebrauchtwagenkäufer im Verhältnis zu Neuwagenkäufern besser da stehen
-    Eigentümer von Kleinwagen gegenüber Eigentümern von Mittel-/Oberklassefahrzeugen attraktivere Angebote erhalten
-    Eigentümer von Fahrzeugen mit hohen Laufleistungen die gleichen Angebote erhalten wie Eigentümer von Fahrzeugen mit niedrigen Laufleistungen.

Wer also vergleichsweise teure Fahrzeuge gekauft hat - insbesondere Neufahrzeuge - und dessen Fahrzeug keine sehr hohe Laufleistung (unter 200.000 km) aufweist, für den dürfte eine Einzelklage mit/ohne Prozesskostenfinanzierung bzw. mit/ohne Rechtschutzversicherung häufig attraktiver sein. 

Da es auf den Einzelfall ankommt, ist hier eine kompetente anwaltliche Beratung empfehlenswert.

Wir sind gerne für Sie da. Melden Sie sich unter mfk@ru-law.de
 

Erfolgreiche Wendung in den Vergleichsverhandlungen zwischen Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und Volkswagen AG

Erfolgreiche Wendung in den Vergleichsverhandlungen zwischen Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und Volkswagen AG

Prof. Dr. Marco Rogert und Tobias Ulbrich

Es ist geschehen, was 2018 praktisch niemand ernstlich für möglich hielt: Die erste jemals erhobene Musterfeststellungsklage führt zu einem Entschädigungsangebot für mehrere Hunderttausende Betroffene des VW-Dieselabgasskandals. Diese Pionierarbeit wurde maßgeblich von den Anwälten Prof. Dr. Marco Rogert und Tobias Ulbrich von der Kölner Kanzlei Rogert & Ulbrich geleistet. In der Kanzlei R/U/S/S Litigation, einem Zusammenschluss mit der Lahrer Kanzlei Stoll & Sauer, leisteten die Anwälte unermüdliche Pionierarbeit und ließen sich auch von zwischenzeitlichen Rückschlägen nicht beirren. 


Prof. Dr. Marco Rogert: „Wir wollten einen attraktiven Vergleich für die Geschädigten. Er sollte unkompliziert und finanziell angemessen sein – aber genauso wichtig: Er sollte kontrolliert abgewickelt werden. Dafür waren wir mit unserem Mandanten in die Verhandlungen gegangen. Dieses Ziel haben wir für Hunderttausende erreicht. Die gesetzliche Regelung der Musterfeststellungsklage hat mehr Probleme verursacht als gelöst. Daher sind wir stolz, es ausgerechnet in der VW-Festung „Braunschweig“ als Erste geschafft zu haben, einen positiven Hinweis eines Oberlandesgerichts zu erkämpfen, der der Auslöser für die Aufnahme von Vergleichsgesprächen war. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie viele Geschädigte das Angebot annehmen. Wichtig: Für viele ist das Angebot überaus attraktiv, für andere eher nicht. Eine individuelle Beratung durch einen qualifizierten Anwalt ist daher geboten. Das Beste: Diese wird von VW bezahlt. Auch das haben wir für die Geschädigten durchsetzen können.“ 

Tobias Ulbrich: „Wir sind Anwälte der ersten Stunde im VW-Dieselabgasskandal. Wir waren die ersten, die eine Verurteilung VWs wegen Betruges erreichen konnten und sind Wegbereiter für die Musterfeststellungsklage gewesen, die wir dann selbst führen durften. Für uns fühlt sich dieser Vergleichsschluss wie ein Sieg an. Wer sich noch nicht sicher ist, ob er den „Preis“ abholen soll oder eine Einzelklage noch attraktiver ist, möge sich von uns kostenneutral beraten lassen. Tendenziell kann man schon sagen, dass der Vergleich für Gebrauchtwagenkäufer attraktiver ist als für Neuwagenkäufer. Für Einzelkläger bieten wir auf Wunsch gerne eine Prozesskostenfinanzierung eines deutschen Anbieters an, der vielen aus der Radiowerbung bekannt sein dürfte."

Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme per E-Mail unter mfk@ru-law.de.

Noch unsicher?

Wir beraten Sie zum VW Vergleich im Diesel-Abgasskandal

Vereinbaren Sie mit uns eine Erstberatung und wir geben Ihnen Auskunft darüber, ob sich der VW Vergleich für Ihren konkreten Fall lohnt.

Wichtige Informationen zum VW Vergleich im Abgasskandal

Volkswagen und der vzbv einigen haben sich in im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs geeinigt – was bedeutet für mich als Betroffener?
VW hat sich bereit erklärt, eine Entschädigungssumme an alle diejenigen zu leisten, die sich im Rahmen der Musterfeststellungsklage ordnungsgemäß registriert hatten. Das ist als Angebot zu verstehen, das natürlicherweise angenommen oder abgelehnt werden kann. Alle betroffenen VW-Kunden können und sollten eine anwaltliche Erstberatung in Anspruch nehmen, um das Angebot von einem Sachverständigen prüfen zu lassen.

Wie hoch ist die Vergleichszahlung?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und Volkswagen haben sich jetzt auf Schadenersatzzahlung in Höhe von 830 Millionen Euro geeinigt. Die in Frage kommenden Teilnehmer der Musterfeststellungsklage sollen ab Ende März je nach Fahrzeug und dessen Alter zwischen 1.350 Euro und 6.257 Euro bekommen. 
Weitere Infos erhalten sie hier: VW Vergleich im Abgasskandal

Wer übernimmt die Abwicklung der Vergleichssumme?

VW führt die Abwicklung der Vergleichssumme eigenständig über eine Plattform ab, wird dabei aber umfassend durch den VZBV mithilfe eines Drei-Säulen-Programms kontrolliert. Damit wird sichergestellt, dass der Verbraucher auch tatsächlich die zugesicherte Entschädigung erhält. Das Verfahren ist wie folgt aufgebaut:  

  • Es wird ein Wirtschaftsprüfer eingesetzt, der die Matrix und deren Berechnungsgrundlagen prüft. Bei Abweichungen gibt es ein Korrekturmechanismus nur zu Gunsten der angemeldeten Verbraucher. Der Wirtschaftsprüfer wird auch später die korrekte Auszahlung prüfen.
  • Es wird ein Monitoring-Team eingerichtet, das die Arbeitsweise und die Auszahlungspraxis überwacht. 

Wer übernimmt die Kosten für die anwaltliche Erstberatung?

VW hat sich verpflichtet, allen registrierten Teilnehmern der Musterklage eine anwaltliche Erstberatung bis zu einmalig 190 Euro zu bezahlen. So soll allen Beteiligten ermöglicht werden, ihre individuellen Ansprüche zu prüfen.

Besteht bei der versprochenen Einmalzahlung von 190 Euro für eine Erstberatung grundsätzlich freie Anwaltswahl?

Ja, die besteht. Sie können sich aussuchen, welchen Anwalt Sie mit der Erstberatung beauftragen wollen.

Für wen gilt das Vergleichsangebot von VW? 

Laut Volkswagen ist jeder, der die folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten kann und ordnungsgemäß in der Musterfeststellungsklage registriert ist, berechtigt, die Vergleichszahlung zu erhalten. 

  1. Haben Sie einen von der Dieselthematik betroffenen Volkswagen EA 189 erworben?
  2. Haben Sie sich zur Musterfeststellungsklage im Klageregister angemeldet?
  3. Hatten Sie beim Erwerb des Fahrzeugs ihren Wohnsitz in Deutschland?
  4. Haben Sie ihr Fahrzeug vor dem 1. Januar 2016 gekauft?
  5. Sind Sie aktuell privater Eigentümer des Fahrzeugs?“

Falls Sie nicht unter diese Kategorie fallen, ist das kein Ausschlusskriterium. Sie können über eine Einzelklage ihre Ansprüche geltend machen. Auch dabei beraten wir Sie gerne und umfassend über ihre Möglichkeiten. 

Für wen gilt das Vergleichsangebot von Volkswagen nicht?

Von dem Vergleich nicht berücksichtigt sind Betroffene, die ihr Auto nach dem 31. Dezember 2015 gekauft haben. Im Ausland gemeldete Betroffene werden ebenso nicht berücksichtigt. Schließlich erhalten auch Verbraucher, die ihre Ansprüche an Dienstleister (z.B. myright/ financialright) abgetreten haben, kein Angebot.

Lohnt sich für mich der Vergleich?

Das hängt von den konkreten Bedingungen ab. Haben Sie einen Neuwagen oder Gebrauchtwagen? Ist dieser viel gelaufen oder wenig? Ist es höherpreisiger oder niedrigpreisiger Wagen? Nach aktueller Rechtsprechung haben Käufer gute Chancen auf eine Rückabwicklung des vollständigen Kaufpreises, ohne Nutzungsentschädigung und zuzüglich Zinsen. Diese Ansprüche müssten dann über das Instrument der Einzelklage geltend gemacht werden. Ob Sie in ihrem konkreten Fall Erfolg haben, sollten Sie in jedem Fall anwaltlich prüfen lassen. Wir beraten Sie dabei gerne.

Was passiert, wenn ich das Angebot der Vergleichszahlung von VW annehme?


Durch den getroffenen Vergleich zwischen VW und Ihnen sind Zahlungsansprüche in der Hauptsache abgegolten. Die Einzelheiten ergeben sich aus der sogenannten „Abgeltungsklausel“ die wir Ihnen gerne im Rahmen eines für Sie kostenlosen Beratungsgesprächs erläutern.

Bis wann muss ich mich für oder gegen den Vergleich entschieden haben?

Die Vereinbarung mit Volkswagen sieht vor, dass die Betroffenen im Zeitraum vom 20. März 2020 bis 20. April 2020 ihren Anspruch anmelden und den Vergleich annehmen können. Ein späterer Abschluss des Vergleiches ist grundsätzlich nicht möglich. 

Warum will sich VW nur bezüglich älterer Autos vergleichen?

Offenbar geht VW davon aus, dass Kunden, die ihr Auto erst 2016 erworben haben, kein Anspruch mehr zusteht. Schon in der Vergangenheit hatte der Autokonzern die Rechtsauffassung vertreten, dass spätestens Ende 2015 jede Person in Deutschland die Abgasthematik bekannt war. Nach Ansicht Volkswagens ist das in der ad-hoc-Mitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) begründet.

VW argumentiert folgendermaßen: Wer von den manipulierten Motoren wusste und trotzdem noch ein Auto gekauft hat, kann auch nicht getäuscht worden sein. Diese Sichtweise ist jedoch strittig. Mittlerweile tendieren mehrere Gerichte zu einer anderen Rechtsprechung. (Vgl. OLG Oldenburg AZ 14 U 166_19 - 16.01.2020). Wir raten Ihnen, Ihren Fall vollständig anwaltlich prüfen zu lassen. Wir beraten Sie gerne!

Was bedeutet ein Vergleich für Betroffene? Läuft die MFK weiter?


Der VZBV wird die Musterfeststellungsklage mit Abschluss dieses Vergleichs vollumfänglich zurücknehmen. Der Senat des Oberlandesgerichts Braunschweig hatte mitgeteilt, dass alle weiteren Feststellungsziele vom jeweiligen Einzelfall abhingen und deshalb nicht im Rahmen der Musterfeststellungsklage beantwortet werden könnten. 

  • Dies betrifft die Frage des anwendbaren Rechts bei Verbrauchern mit Auslandsbezug
  • Dies betrifft die Frage der individuellen Kenntnis vom Abgasskandal und der damit einhergehenden Stilllegungsgefahr, also alle Käufe ab dem 01.01.2016

Volkswagen geht von ca. 260.000 Betroffenen aus, die für eine Vergleichsauszahlung infrage kommen. Woher kommt diese Zahl?

Laut letztem Stand des Bundesamts für Justiz gab es 446.000 Eintragungen im Klageregister. Diese Zahl enthielt ca. 30.000 Doubletten (also Mehrfacheintragungen). Außerdem haben ca. 77.000 Betroffene ihre Anmeldung wieder zurückgenommen. Abgezogen wurden außerdem die Betroffenen, die eine Anschrift im Ausland angegeben hatten und von denen VW angenommen hat, dass das Kaufdatum nachdem 31. Dezember 2015 liegt. Schließlich wurden auch diejenigen abgezogen, bei denen sich aus der Registeranmeldung ergab, dass die Ansprüche an einen Dienstleister (z.B. myright/ financialright) abgetreten wurden oder bei denen schon ein Urteil oder Vergleich vorliegen. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren ergibt sich die Anzahl der potentiell Anspruchsberechtigten.

Ich möchte die Vergleichszahlung von VW nicht annehmen. Was kann ich tun?

Wenn Sie das Vergleichsangebot nicht annehmen, bedeutet das nicht, dass Sie keine Ansprüche mehr besitzen. Ihnen steht es nach Rücknahme der Musterfeststellungsklage frei, direkt selbst zu klagen, was sie ohnehin auch nach Abschluss der Musterfeststellungsklage hätten tun müssen. Die grundsätzlichen Rechtsfragen waren bei Beginn der Musterfeststellungsklage noch nicht obergerichtlich geklärt. Während die Musterfeststellungsklage lief, ergingen in der Zwischenzeit von 19 verschiedenen Oberlandesgerichten klare Entscheidungen und Hinweisbeschlüsse, die nun in Bezug auf den betroffenen Motor EA189 des Volkswagen Konzerns bestätigen, dass Volkswagen vorsätzlich und sittenwidrig die jeweils erwerbenden Verbraucher geschädigt hat. Einer zusätzlichen weiteren Feststellung bedarf es bei einer so eindeutigen Rechtslage durch Ausspruch eines weiteren Oberlandesgerichts aus Sicht des VZBV nicht mehr. Jeder Verbraucher kann nun auf diese Entscheidungen zurückgreifen und davon auch ohne Feststellungsurteil in der MFK profitieren. Wir beraten Sie gerne bei der Prüfung ihrer individuellen Ansprüche. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Kann ich bei Annahme des Vergleichs noch individuelle Ansprüche gegenüber VW geltend machen?

Betroffene, die das Vergleichsangebot annehmen, verzichten auf weitere Ansprüche, die im Zusammenhang mit der Manipulationssoftware EA189 gegenüber der Volkswagen AG oder einem zum Konzern gehörenden Unternehmen bestehen könnten. Davon ausgenommen sind allerdings Ansprüche, die entstehen könnten, wenn für die betroffenen Autotypen von einer Behörde (insb. dem Kraftfahrt-Bundesamt) die Genehmigung entzogen und somit die Nutzung der Fahrzeuge im Straßenverkehr untersagt wird. Sollte Volkswagen zudem in Zukunft Hardware-Nachrüstungen anbieten, werden auch hier die Verbraucher, die den Vergleich schließen, nicht schlechter gestellt als alle anderen Verbraucher

Könnte mir mehr Geld zustehen, als VW es nun anbietet?

Die nun von VW angebotenen Summen orientieren sich an den in der Vergangenheit an betroffene Dieselkäufer ausgezahlten Entschädigungen. Sie sind ein ausgehandelter Kompromiss zwischen VW und dem Bundesverband Verbraucherzentrale (vzbv). VW wollte diese Summe jedoch vor der Rechtsprechung des BGH verhandeln, da bei einem Urteil die Gefahr für VW besteht, dass sich die Ansprüche der Betroffenen deutlich erhöhen. Konkret wird erwartet, dass der BGH im Mai 2020 zu den Punkten Zinsansprüche und Nutzungsentschädigung Klarheit schafft. Im für die Verbraucher besten Fall könnte es passieren, dass Sie den vollen Kaufpreis (also ohne Nutzungsentschädigung) und zusätzliche Zinsen seit Kauf des Autoszugesprochen bekommen. Dies wäre eine deutlich höhere Zahlung als das aktuelle Angebot des Volkswagen Konzerns.

Ist der Abgasskandal mit diesem Vergleich zu Ende?

Nein. Die juristische Aufarbeitung des Abgasskandals setzt sich davon unabhängig fort. Neben VW sind weitere Hersteller in der Pflicht, betrogene Kunden zu entschädigen. Falls Sie von dem Abgasskandal betroffen sind, empfehlen wir Ihnen weiterhin, Ihre Ansprüche zu prüfen und ggf. geltend zu machen. Wir beraten Sie dahingehend gerne. 

Wenn ich meine Ansprüche in Form der Einzelklage geltend machen möchte – besteht die Möglichkeiten der Prozesskostenübernahme?

Ja, die besteht. Entweder Ihre Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten des Verfahrens oder Sie wenden sich an einen Prozesskostenfinanzierer. Zahlreiche bieten Geschädigten an sie zu unterstützen. Die Kanzlei Rogert & Ulbrich arbeitet mit verschiedenen führenden Prozessfinanzierern in Deutschland zusammen und unterstützt Sie gerne bei der Auswahl und Beauftragung.

 

Was heißt Prozesskostenfinanzierung?
Die Kosten des Prozesses, die Ihnen normalerweise entstehen würden, werden von einem unabhängigen Finanzierer übernommen. Sie müssen bei der Beauftragung eines solchen zunächst nichts selbst zahlen. Diese arbeiten mit Erfolgsprovision. Das bedeutet, falls Sie den Fall vor Gericht gewinnen, bekommt der Prozesskostenfinanzierer einen vorher festgelegten prozentualen Anteil der Schadensersatzsumme. 

 

Muss ich bei einem Prozesskostenfinanzierer nichts selbst zahlen?
Sie müssen bei der Beauftragung zunächst nichts selbst zahlen. Prozesskostenfinanzierer arbeiten mit einer Erfolgsprovision, sodass Sie am Ende nur einen prozentualen Anteil von dem Betrag zahlen, der Ihnen zugesprochen wird.

 

Welche Möglichkeiten der Prozesskostenfinanzierung gibt es?
Das ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Sie können sich bei folgenden Plattformen informieren:
•    https://www.lawbutler.com/musterfeststellungsklage

VW-Vergleich - Fahrplan bis zum 20. April 2020

Chronologie der Vergleichsgespräche mit VW

VW Vergleich in nur 16 Monaten

Mit dem Vergleich zwischen VW und dem vzbv geht der Rechtsstreit deutliche schneller zu Ende, als viele zu hoffen gewagt haben. Am 1. November 2018 hatten die Anwälte von RUSS Litigation die erste Musterfeststellungsklage der deutschen Rechtsgeschichte am Oberlandesgericht Braunschweig eingereicht. Am 30. Oktober 2019 fand die erste mündliche Verhandlung statt. Am Ende der zweiten mündlichen Verhandlung am 18. November 2019 hatte der Vorsitzende Richter am OLG Braunschweig, Michael Neef, zu Vergleichsverhandlungen gedrängt, die im Januar 2020 starteten. Am 14. Februar 2020 erklärt VW die Verhandlungen für gescheitert. Am 20. Februar 2020 nahmen VW, vzbv und RUSS die Verhandlungen im Rahmen eines gerichtlichen Gütetermins wieder auf.

VW lässt Vergleichsgespräche platzen

ZDF-Beitrag nennt VW Vergleich einen "Bluff"

Nachdem VW über die Presse das Scheitern der Gespräche mit den Verbraucherschützern lanciert hat, wurde nur kurze Zeit später ein Direktvergleich von VW mit den Klägern angekündigt. Im Fernsehbeitrag von ZDF heute wird die kritische Sichtweise der Verbraucherschützer  auf das VW-Angebot offensichtlich. Im Beitrag kommt auch Rechtsanwalt Tobias Ulbrich von der Kanzlei Rogert und Ulbrich zu Wort und rät, dass alle Vergleichsangebote von VW gründlich von den Klägern zu prüfen sind.

Hier erfahren Sie, wie es jetzt weitergeht

2. Verhandlungstermin: Richter Neef drängt VW zum Vergleich

Der zweite Verhandlungstermin der Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen endete mit einem erfreulichen Ergebnis: Erstmalig hat das Oberlandesgericht Braunschweig deutlich signalisiert, dass den geschädigten VW-Kunden ein Schadensersatz zustehen könnte. Damit wird der Druck auf VW wird immer größer, einen Vergleich zu vereinbaren. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel:

Richter Neef: Ein Vergleich sei „sehr schwer, aber möglich"

Bereits zum Auftakt der Musterfeststellungsklage hatte der Vorsitzende Richter Michael Neef einige Aussagen getroffen, die positiv für die Verbraucher zu werten waren. Unter anderem wurde die Zulässigkeit der Klage festgestellt und ein Großteil der vorgebrachten Klagepunkte als zulässig anerkannt.

„Wer gegen VW klagt, hat gute Chancen“

Das Instrument der Musterfeststellungsklage bringt neue Hoffnung für VW-Geschädigte: Prof. Dr. Marco Rogert im Interview mit Capital.

Prof. Dr. Rogert stellt fest:

  • Die Musterfeststellungsklage ist kostenlos und unbürokratisch
  • Das Instrument kommt spät, aber nicht zu spät.
  • Wer klagt hat gute Chancen

Social Stream

Rogert & Ulbrich auf Twitter

Immer mehr Gerichte fordern #Gutachten zum #EA288 im #Abgasskndal! Wie schon zuvor das OLG Celle,… https://t.co/r3QNn0jOWW

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14.10.2020 - 15:49 Uhr
Rogert & Ulbrich auf Twitter

#Abgasskandal Motor #EA288: Mittels einer Kampagne versucht #Volkswagen Verbrauchern vorzuspielen,… https://t.co/l1wUvPofYl

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13.10.2020 - 12:13 Uhr
Rogert & Ulbrich auf Twitter

Neue Beweisbeschlüsse in Verfahren gegen #MercedesBenz im #abgasskandal! Gleich zwei Gerichte… https://t.co/BPHo7iNvsy

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30.09.2020 - 11:52 Uhr
Rogert & Ulbrich auf Twitter

Verbraucherschützer klagen gegen #Lufthansa wegen nicht erstatteter Flugtickets! Doch was bedeutet… https://t.co/tHlXsRkeLh

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28.09.2020 - 14:47 Uhr
Rogert & Ulbrich auf Twitter

Und wieder ein klares Urteil gegen #Volkswagen im #Abgasskandal! Landgericht Wuppertal verurteilt… https://t.co/nsujrrhprJ

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23.09.2020 - 11:22 Uhr

Bundespressekonferenz zur Musterfeststellungsklage

Der Deutsche Bundestag hat die Einführung der Musterfeststellungsklage beschlossen. Um dieses neue Instrument auf die Probe zu stellen, wird die Kanzlei R|U|S|S Litigation Rechtsanwaltsgesellschaft mbH im Dieselabgasskandal die erste Musterklage einreichen.

Diese erste Musterfeststellungsklage richtet sich gegen den VW-Konzern. Beteiligt an der Kanzlei, die diese bedeutende erste Klage einreicht ist auch die Kanzlei Rogert & Ulbrich, die bereits hunderte erfolgreiche Urteile im Abgasskandal erzielen konnte. In der Aufzeichnung der Bundespressekonferenz zum Thema erfahren Sie mehr.

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