Daimler im Diesel-Abgasskandal

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Betroffene Mercedes-Modelle – ist Ihr Diesel auch dabei?

Illegale Abschalteinrichtungen finden sich in zahlreichen Mercedes-Fahrzeugen quer durch die gesamte Modellpalette. Dabei sind neben dem in vielen Modellen verbauten Motor OM 651 auch die Motoren OM 622, OM 626, OM 640, OM 642 und OM 607 betroffen.

Steht Ihr Fahrzeug nicht auf der Liste? Wir sagen Ihnen, ob Sie vom Abgasskandal betroffen sind und verhelfen Ihnen zu Ihrem Recht.

  • A-Klasse
  • B-Klasse
  • C-Klasse
  • C-Kla
  • CLA
  • CLK
  • CLS
  • E-Klasse, 2012 - 2018
  • G-Klasse
  • GL 350 BlueTEC 4MATIC, 01.06.2012 - 31.05.2015
  • GLA
  • GLC
  • GLE
  • GLK 200 CDI, 2012-2015
  • GLK 220 CDI, 2012-2015
  • GLK 220 CDI 4MATIC, 2012-2015
  • GLK 220 BlueTEC 4MATIC, 01.06.2012 - 31.05.2015
  • GLK 250 BlueTEC 4MATIC, 01.06.2012 - 31.05.2015
  • GLS
  • M-Klasse, 2012 – 2016
  • ML 250 BlueTEC 4MATIC, 01.08.2011 - 30.06.2015
  • ML 350 BlueTEC 4MATIC, 01.06.2012 - 31.05.2015
  • R-Klasse
  • S-Klasse, 2013 – 2017
    • S 350 BlueTEC, 01.07.2013 - 31.01.2017
    • S 350 d, 01.07.2013 - 31.01.2017
    • S 350 BlueTEC 4MATIC, 01.07.2013 - 31.01.2017
    • S 350 d 4MATIC, 01.07.2013 - 31.01.2017
  • SLC
  • SLK
  • Sprinter
  • V-Klasse, 01.03.2014 - 31.05.2018
  • Viano
  • Vito, 05/2015-08/2018
  • Vito, 06/2016-08/2018
  • Vito, Vito Tourer, 01.09.2014 - 31.05.2018
  • Vito, Vito Tourer, 01.09.2014 - 30.09.2016

 

„Der BGH hat entschieden, dass Abgasmanipulationen eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung darstellen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wird davon keine Ausnahmen zulassen. Und immer mehr Gerichte urteilen im „Fall Daimler“ verbraucherfreundlich. Noch nie waren die Erfolgschancen für geschädigte Mercedes-Käufer so gut wie heute. Setzen Sie jetzt mit uns Ihr Recht durch.“

 

 

– Dr. Marco Rogert

Abgasmanipulationen bei Mercedes-Dieseln

Mehr als 1,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge der Daimler-Tochter Mercedes mussten bislang (Stand Juli 2020) in die Werkstätten zurückgerufen werden, 610.000 davon in Deutschland. Ganz schön viele für einen Automobilhersteller, dessen ehemaliger Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche einmal behauptet hat: „Wir haben nie betrügerische Software eingesetzt und werden das auch nicht tun“. Bei dieser Behauptung bleibt Daimler bis heute und weigert sich konsequent, Informationen über Motoren, Typenzulassungen, Prüf- und Rückrufbescheide offenzulegen. Doch spätestens seit 2018, als Mercedes auf Anweisung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 700.000 Diesel zurückrufen musste, ist klar, dass auch der Stuttgarter Autokonzern tief in den Abgasskandal verwickelt ist.

 

Viele Tricks und zahlreiche Rückrufe

Damit seine Fahrzeuge auf dem Prüfstand die Abgasgrenzwerte erfüllen, arbeitet der Autohersteller mit allen Tricks, zum Beispiel: Thermofenster, Kühlmittel-Sollwert-Regelung und „15-Bit-Software“, die die Abgasreinigung nach 26 Kilometern ausschaltet. Alles Maßnahmen, die, so Daimler, dem Motorschutz dienen und daher völlig legal sind.

Das KBA allerdings hat wegen dieser Abschalteinrichtungen mehrmals Rückrufe für Mercedes-Diesel veranlasst, zuletzt im Juli 2020 für 110.000 Fahrzeuge der A-, B-, C-, E- und S-Klasse mit Abgasnorm Euro 5 – in Deutschland sind insgesamt 30.000 Fahrzeuge betroffen.

„Jetzt droht auch Daimler ein Diesel-Debakel. Es wurde höchste Zeit, dass mit der perfiden Verfahrensstrategie und dem Saubermann-Image aufgeräumt wird. Der Konzern setzt bei vielen seiner Dieselautos auf ‚Thermofenster‘ , die die Emissionswerte verschleiern sollen; Hunderttausende Fahrzeuge wurden deshalb bereits zurückgerufen. Diese illegalen Abschalteinrichtungen sind ein klarer Betrug am Kunden. Wir raten betroffenen Kunden, ihre individuellen Ansprüche von einem Anwalt prüfen zu lassen.“

Dr. Marco Rogert

 

Vorsicht bei Rückruf-Aktionen. Erst beraten lassen!

Pflichtrückrufen auf Anordnung des KBA müssen Fahrzeughalter Folge leisten, da der Wagen sonst stillgelegt wird. Mercedes-Besitzer, die ein entsprechendes Schreiben erhalten, müssen also mit ihrem Diesel in eine Werkstatt, um ein Software Update aufspielen zu lassen. Der Aufforderung, an der Rückaktion-Aktion teilzunehmen, müssen sie allerdings nicht sofort folgen, sondern haben bis 18 Monate Zeit. Diese Frist können sie nutzen, um sich umfassend zu informieren und beraten zu lassen.

Ob der Diesel nach einem Software-Update auch im Straßenbetrieb die Stickstoff-Grenzwerte einhält, ist allerdings keineswegs sicher. Damit sind auch drohende Fahrverbote nicht vom Tisch. Außerdem haben etliche Mercedes-Kunden von Beeinträchtigungen nach einem Update berichtet: über nachlassende Motorleistung, erhöhten Kraftstoff- und AdBlue-Verbrauch sowie ungewöhnliche Motorgeräusche. Zudem sinkt der Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs nach einem Rückruf deutlich. Betroffene Mercedes-Kunden, die eine Aufforderung zur Teilnahme an einer Rückruf-Aktion bekommen, sollten deshalb unbedingt anwaltlichen Rat einholen, um schwerwiegende Nachteile zu vermeiden.

Immer mehr verbraucher-freundliche Urteile

Lange Zeit sah es so aus, als käme Daimler im Abgasskandal ungeschoren davon. Denn viele Klagen geschädigter Autokäufer wurden von Gerichten abgewiesen. Doch seit einiger Zeit hat sich das Blatt gewendet: Immer mehr Gerichte betrachten die Abschalteinrichtungen von Mercedes als vorsätzlich sittenwidrige Schädigung und sprechen den Autokäufern hohe Schadenersatzsummen zu, so zuletzt das Landgericht Bonn. Die Chancen für individuelle Klagen stehen damit besser, denn je.

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