Abgasskandal: Verjährung der Schadensersatz-Ansprüche

Mögliche Verjährung am 31.12.2019

Ob VW, Daimler, Porsche, Audi, Opel, Seat oder Skoda: Mehrere Millionen Fahrzeuge in Deutschland sind vom Diesel-Abgasskandal betroffen. Für die Betroffenen im Abgasskandal stellt sich zum Jahresende die Frage, ab wann mögliche Ansprüche auf Schadensersatz verjähren. Die Frage der Verjährung der Schadensersatzansprüche im Abgasskandal ist juristisch komplex – und muss von Fall zu Fall geprüft werden. 

Drei Jahre Verjährungsfrist bei „sittenwidriger Schädigung“

Wenn in einem Dieselauto eine illegale Abschalteinrichtung eingebaut wurde, kann der Käufer direkt gegen den Fahrzeughersteller wegen Betrugs oder sittenwidriger Schädigung vorgehen. Dabei beträgt die Verjährungsfrist in der Regel drei Jahre ab Bekanntwerden bis zum Jahresende.  Die meisten Diesel-Fahrer mit einem EA-189-Motor wurden frühestens 2016 „offiziell“ über einen Rückruf Ihres Fahrzeugs informiert. Für diese gilt also eine besondere Dringlichkeit. 

Verjährungsfrist erst ab klarer Rechtslage

Allerdings haben auch ältere Fälle noch gute Chancen auf die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen, denn die dreijährige Verjährungsfrist beginnt erst, wenn eine zutreffende Einschätzung der Rechtslage möglich ist.  Auch dies muss von Fall zu Fall geprüft werden. Unter anderem bestreitet der Volkswagen Konzern in der Musterfeststellungsklage bis heute, dass den Käufern der manipulierten Diesel-Fahrzeuge überhaupt ein Schaden entstanden sei. Diese Sichtweise würde gegen eine Verjährungsfrist aufgrund klarer Rechtslage sprechen.  

Verjährung 10 Jahre nach Kaufabschluss

Wer ein manipuliertes Dieselauto im Jahr 2009 gekauft hat, muss auf jeden Fall schnell seine Ansprüche prüfen lassen. Auch wenn der Fahrzeughalter keine Kenntnis von der illegalen Abschalteinrichtung hatte, verjähren die Ansprüche nach 10 Jahren. Dabei tritt die Verjährung nicht zum Jahresende, sondern auf den Tag genau 10 Jahre nach dem Kauf ein. 

Audi-Kunden ärgern sich über Verjährung

Über die Verjährung ihrer Schadensersatzansprüche ärgern sich aktuell rund 100.000 Audi-Kunden, deren Fahrzeug vom Kraftfahrt-Bundesamt zurückgerufen wurde. Anscheinend waren bereits in den Audi Euro-4-Fahrzeugen aus den Jahren 2003 bis 2010 illegale Abschalteinrichtungen verbaut. Hier finden Sie eine Liste der vom Abgasskandal betroffenen Audi-Modelle. Handeln Sie also, bevor es zu spät ist – lassen Sie Ihre Ansprüche prüfen und fordern Sie Ihr Recht als Verbraucher ein. 
 

Prof. Dr. Marco Rogert

Prof. Dr. Marco Rogert
Rechtsanwalt / Wirtschaftsjurist


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