VW MUSTERFESTSTELLUNGSKLAGE

Alle Geschädigten haben das Recht auf Schadenersatz

Mit dem Vergleich in der Musterfeststellungsklage gegen VW haben wir ein sehr gutes Ergebnis für hunderttausende Autokäufer ausgehandelt. Doch was ist mit Geschädigten, die leer ausgehen, weil sie ihr Fahrzeug erst 2016 gekauft haben oder zum Kaufzeitpunkt ihren Wohnsitz im Ausland hatten?

Zwischen 1.350 und 5.823 Euro Entschädigung zahlt VW an rund 262.500 bei der Musterfeststellungsklage (MFK) registrierte Käufer manipulierter Dieselfahrzeuge. Davon ausgenommen sind allerdings Autokäufer, die

  • ihr Fahrzeug nach dem 31.12.2015 erworben haben
  • ihren Wohnsitz zum Zeitpunkt des Autokaufs im Ausland hatten

Der Grund: Bei diesen Betroffenen sind viele individuelle Fragen zu klären, etwa wann und wie sie davon erfahren haben, dass auch in ihrem Fahrzeug eine illegale Abschalteinrichtung verbaut wurde bzw. ob in ihrem Fall deutsches oder ausländisches Recht gilt.

„Diese Ausnahmen beim Vergleich bedeuten nicht, dass die geschädigten Dieselfahrer keine Ansprüche auf Entschädigung haben. Denn dass VW und andere Autokonzerne ihre Kunden vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hatten und daher haftbar sind, haben bereits zahlreiche Gerichte festgestellt. Alle vom Abgasskandal betroffenen Dieselfahrer haben das Recht auf Schadenersatz und sollten sich anwaltlich beraten lassen.“

Tobias Ulbrich

Dank der zahlreichen verbraucherfreundlichen Urteile im In- und Ausland seien die Aussichten auf eine individuelle Klage gut, so der Verbraucheranwalt. Das gelte ausdrücklich auch für Dieselbesitzer, die nicht an der Musterfeststellungsklage gegen VW beteiligt waren. So bestätigte das Oberlandesgericht (OLG) Köln jüngst in einem Berufungsverfahren, dass Käufer von Betrugs-Dieseln auch dann Anspruch auf Entschädigung haben, wenn sie das Fahrzeug erst nach Bekanntwerden des Abgasskandals erworben haben (17.03.2020, Az. 9 U 95/19).

Rechtsanwalt Tobias Ulbrich

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Verjährung von Ansprüchen ist umstritten

Ein weiteres häufig strittiges Thema ist die generelle Verjährung von Ansprüchen gegen die Autohersteller. Grundsätzlich gilt hier eine Frist von drei Jahren ab Bekanntwerden des Mangels. Diese wäre Ende 2019 abgelaufen. Allerdings kann die Frist erst beginnen, wenn eine zutreffende Einschätzung der Rechtslage möglich ist. Das u. a. VW bis heute bestreitet, dass Dieselkäufern überhaupt ein Schaden entstanden wäre, spricht gegen diese Verjährung. Es bestehen also noch gute Chancen, aber die Betroffenen sollten jetzt schnell handeln.

Jeder Fall im VW-Abgasskandal ist einzigartig. Deshalb sollte jeder Betroffene seine Ansprüche prüfen lassen. Auch wer jetzt ein VW Vergleichsangebot  bekommen hat, sollten anwaltlich klären lassen, ob sich die Entschädigungszahlung wirklich lohnt. Denn das ist nicht immer der Fall.

Wir setzen uns für Sie ein – auch im Ausland

Als führende Kanzlei im Abgasskandal kämpfen wir für Ihr Recht. Mit unserem Entschädigungsrechner können Sie Ihren Schadenersatzanspruch schnell und unkompliziert berechnen. Wenn Sie sich für eine Individualklage entscheiden, vermitteln wir Ihnen bei Bedarf gerne eine Prozesskostenfinanzierung, die das finanzielle Risiko trägt. Im Übrigen vertreten wir Ihre Ansprüche auch vor ausländischen Gerichten. Ob in Österreich, Spanien oder in den Niederlanden: Europaweit haben wir bereits dafür gesorgt, dass unsere Mandanten von den Autokonzernen entschädigt wurden.

Bei Fragen erreichen Sie uns zurzeit nicht nur in der Woche, sondern auch am Wochenende von 9 bis 18 Uhr unter der Rufnummer (0)2234 / 21 94 80. Für eine in jeder Hinsicht sichere Kundenkommunikation setzt unsere Kanzlei auf die elektronische Online-Akte – so sind unsere Mandanten jederzeit über alle Prozessfortschritte informiert.

Prof. Dr. Marco Rogert

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Rechtsanwalt / Wirtschaftsjurist


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